Begriffe


  1. LEGASTHENIE / LRS
    Als Legasthenie (spezielle Lese- Rechtschreib-Störung) bezeichnet man die Problematik, wenn es bei offensichtlich intelligenten Menschen zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sie im Schreib-/ Lesebereich erbringen, kommt, welche biologische Ursachen hat.

    Menschen mit einer Lese- und Rechtschreibstörung haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen in die geschriebene Sprache und umgekehrt. Sie nehmen Symbole (Buchstaben, Noten,..) anders wahr und sind deshalb gezwungen, sich bei Schreiben- und Lesenlernen viel mehr auf die Buchstaben zu konzentrieren. Dadurch ermüden sie rascher und die Aufmerksamkeit lässt früher nach als bei anderen Menschen. 

    Daraus ergeben sich verschiedene Formen und Schweregrade einer Legasthenie / Dyskalkulie, je nachdem wie viele und wie schwer diese Teilbereichen betroffen sind. Jedes dieser Kinder hat somit seine eigene Legasthenie bzw. Dyskalkulie. Man unterscheidet außerdem zwischen einer Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) und einer isolierten Rechtschreibstörung.

    Mögliche Anzeichen einer Legasthenie:
      •  auffallend große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben
      •  sehr langsames, fehlerhaftes Lesen
      •  Auslassen von Buchstaben oder Silben
      •  Buchstaben können kaum zu Wörtern zusammengezogen werden
      •  Schwierigkeiten im Erinnern von Reihenfolgen
      •  undeutliche, verwaschene Aussprache
      •  Wörter im Text werden oft aus dem Sinnzusammenhang erraten
      •  für Schreibarbeiten wird überdurchschnittlich lange gebraucht
      •  Probleme beim Abschreiben von der Tafel
      •  Probleme beim Niederschreiben von Gehörtem
      •  häufige Verwechslung ähnlicher Wörter und Buchstaben 
  2. DYSKALKULIE 
    Von einer Dyskalkulie oder Rechenschwäche spricht man, wenn über einen längeren Zeitraum allgemeine und hartnäckige Schwierigkeiten beim Erlernen mathematischer Zusammenhänge auftreten. Dyskalkulie wird in der Regel während der Schulzeit festgestellt, erste Anzeichen sind jedoch schon im Vorschulalter zu erkennen. 

    Rechenschwache Kinder haben grundlegende Schwierigkeiten mit dem Mengenverständnis, dem Zahlenbegriff, der Kenntnis des Dezimalsystems sowie den Grundrechenarten. Um den Anschluss an den schulischen Mathematikunterricht zu schaffen, benötigen betroffene Kinder als Fundament einen Neuaufbau der gesamten Logik der Grundschulmathematik.

    Der systematische Neuaufbau basiert auf dem Dyskalkulie-Test, der qualitativen Fehlerdiagnostik

    Mögliche Anzeichen einer Dyskalkulie:
      •  Kinder, die beim Würfeln immer wieder die Augenzahl abzählen und selbst die Zwei oder Drei nicht auf einen Blick erkennen, und
      •  Kinder, die sich beim Ausführen der Würfelzahl immer wieder verzählen und Zahlen nicht der entsprechenden Menge zuordnen können,
      •  oder absolut kein Interesse an Zahlen und Ziffern zeigen, können eine Dyskalkulie haben. 
  3. AD(H)S - Als ADHS oder ADS werden starke Aufmerksamkeitsstörungen bezeichnet. Das sogenannte AufmerksamkeitsDefizitSyndrom oder auch die AufmerksamkeitsDefizit-HyperaktivitätsStörung, (im Fachjargon auch als Hyperaktivitätsstörung oder Hyperkinetische Störung bezeichnet).

    In der Regel leiden besonders Jungen an der Erkrankung, aber auch Mädchen zeigen Anzeichen des ADHS. Die Ausprägung der Symptomatik ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Man geht davon aus, dass rund drei bis zehn Prozent der Kinder ein ADHS aufweisen. (Früher wurde das ADHS auch als Minimale Cerebrale Dysfunktion oder Psychoorganisches Syndrom bezeichnet.).

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